Berichte Asienkreuzfahrt 2010
Peking
01.04.2010 von Christina und Manfred
Den letzten Bericht von Peking schreiben wir von zuhause aus, denn wir sind seit gestern wieder im Lande und in Peking hatten wir keine Möglichkeit ins Internet zu kommen.
Das Auschecken vom Schiff war perfekt organisiert: jede Gruppe bekam einen einheitlich farblich markierten Kofferanhänger und eine Zeit zugewiesen, wann sie das Schiff verlassen durften. Das hat alles prima geklappt.
Bis Peking sind wir 2 1/2 Stunden mit den Bussen gefahren und dort war unser erster Stopp der Himmelstempel. Das ist ein großes öffentliches Gelände in dem die Chinesen - besonders ältere - viel Freizeit verbringen. Dort wird zum Beispiel getanzt, Karten gespielt und Gymnastik gemacht - alles verbunden mit einem Höllenlärm, sowas lieben die Chinesen (Deutschland wird von ihnen übrigens als "Land der Stille" bezeichnet).
Leider war in Peking sehr diesiges Wetter und die Sicht wurde zusätzlich durch den extremen Smog verschlechtert - alles grau in grau.
Sehr lange haben wir uns in der verbotenen Stadt im Kaisertempel aufgehalten, ein unglaublich großes Gelände und ausgesprochen sehenswert. Schade, dass das Wetter nicht so schön war.
Am zweiten Tag wurde das Wetter noch schlechter, da es fürchterlich geregnet hat und man konnte maximal 200 Meter weit sehen. Trotzdem haben wir uns die Ming-Gräber angesehen und waren auf der Großen Mauer. Bei schönem Wetter muss der Blick dort traumhaft sein, aber es war einfach die falsche Jahreszeit. Trotzdem waren wir froh die Mauer mal gesehen zu haben.
So das war es von unserem Urlaub.
Wir hatten eine super Zeit und waren außerordentlich überrascht, wie perfekt die ganze Reise von unseren Reiseleiterinnen organisiert und betreut war.
Demnächst stellen wir auf mativa.de einen Reisebericht ins Internet, schaut doch mal vorbei.
Viele Grüße
Christina und Manfred
Shanghai
27.03.2010 von Christina und Manfred
Es ging in Shanghai für uns mit einer Stunde Verspätung los, da die Chinesen ihre eigenen
Vorstellungen hatten, wieviele Busse gleichzeitig am Pier stehen dürfen.
Aber wir hatten strahlend blauen Himmel und Sonnenschein bei etwa 12 Grad, da war das lange Warten auf die Busse erträglich.
Unser erstes Ziel war der Jin Mao Turm der als Besonderheit hat, dass man von der 88.Etage innen auf die 54. Etage sehen konnte und das war nicht schlecht. Ansonsten bot er einen schönen Blick auf Shanghai und man konnte von oben das Expo Gelände sehen, die beginnt nämlich hier im Mai.
Auf einem kleinen Spaziergang ging es auf der Promenade entlang mit einem schönen Blick
auf den Bund, das sind alte Häuser aus der Kolonialzeit. Ansonsten besteht Shanghai fast nur noch aus Hochhäusern und alle paar Monate kommen neue dazu.
Mal so richtig shoppen hätten wir in einer Seidenfabrik gekonnt, denn deren wichtigster Raum war ein riesiges Geschäft mit Seidenprodukten.
Ansonsten kommen wir kaum mal dazu irgedwelchen Kitsch zu kaufen, denn wir sind ständig in Zeitnot.
Auf dem Programm stand noch der Besuch eines alten privaten Gartens, der war ja ganz nett aber voller Touristen.
Genauso sah es in der Altstadt aus, die gerade mal aus einer Straße bestand, den Rest
haben die Chinesen bereits platt gemacht.
Es war ein sehr schöner Tag, allerdings sind wir abends immer total erledigt. Wenn wir
unseren Urlaub selbst organisieren sind wir nie so kaputt.
Dies wird vermutlich unser letzter Bericht von unserer Reise sein. Am Montag früh verlassen wir das Schiff und wir bleiben noch zwei Tage in Peking. Wir glauben nicht, dass wir in Peking noch Internet Zugriff haben, werden den Bericht dann von Zuhause nachreichen.
Liebe Grüße
Christina und Manfred
Taiwan und Okinawa
25.03.2010 von Christina und Manfred
Taiwan
Am Dienstag sind wir in Taipeh (Taiwan) angekommen und hatten einen schönen sonnigen Tag bei etwa 25 Grad.
Taiwan ist so groß wie das Bundesland
Baden-Württemberg und hat über 100 Berge, die höher als 3000 Meter sind.
Zu sehen gab es den richtigen schönen Komplex des Mao Widersachers Chiang Kai-Shek, der ihm zu ehren in Taipeh errichtet wurde. Ein Erlebnis war die Fahrt auf das bis Sylvester höchste Gebäude der Welt, den Taipeh 101, dessen Aufzug die 88 Stockwerke in 37 Sekunden schafft.
Von dort hatte man einen wunderbaren Blick auf Taipeh.
Mittendrin konnte man den zum Schutz vor Taifunen und Erdbeben eingebauten Demper sehen, das ist eine riesen Kugel.
Zum Abschluss waren wir im taiwanischen Nationalmuseum, in dem die von Chiang Kai-Shek geretteten Wertsachen aus dem Kaiserpalast in Peking aufgestellt sind.
Dort standen einige besondere Stücke wie ein Kohlkopf aus Jade oder eine Elfenbenkugel, die innen noch 17 sich drehende Kugeln enthielt.
Das nervige an diesem Museum war, das unglaublich viele Besucher dort waren, hauptsächlich Asiaten, und die haben einen Höllenlärm gemacht. Wir waren froh, als wir das Museum verlassen konnten und wieder alle im Bus saßen. Wir waren wie immer mit 2 Bussen unterwegs und hatten bei uns die "gute" Reiseleiterin.
Die andere Gruppe hatte die Chaotin und genauso entwickelte sich das Ganze. Irgendwie hat die ihre Gruppe nicht wieder zusammen bekommen und unsere Reiseleiterin wollte ihr behilflich sein. Daraus resultierte, dass wir fast unser Schiff verpasst hätten denn wir mussten zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder an Bord sein und den hatten wir längst überschritten. Nicht besonders Hilfreich war auch die Idee unseres Busfahrers eine Abkürzung zu nehmen, dadurch haben wir noch mehr Zeit verloren. Zu guter Letzt hat das Schiff
auf uns gewartet und wir konnten als Letzte an Bord gehen - Manfred und ich haben uns mal
wieder köstlich amüsiert, denn das hier ist nur die Kurzfassung!
Okinawa
Mittwoch Mittag sind wir in Okinawa angekommen, aber bevor wir in Japan an Land gehen konnten, mussten wir noch eine ziemliche Prozedur über uns ergehen lassen.
Die japanischen Behörden nehmen von jedem, der in ihr Land kommt erst mal die
Fingerabdrücke. Bei 2.500 Passagieren und 1600 Besatzungsmitgliedern ist das schon
eine logistische Herausforderung, denn es betraf auch die Leute, die an Bord bleiben wollten.
Irgendwann morgens sind die Japaner an Bord gekommen und haben ihre Apparate aufgestellt. Jeder Passagier hat eine Sequence Number bekommen (arbeiten die mit Oracle?), denen bestimmte Zeiten zugewiesen wurden zu denen man dann zum Fingerabdruck abnehmen kommen musste. Da die aber 7 von diesen Apparaturen hatten, ging das Ganze doch relativ schnell.
Das war aber noch nicht alles. Um an Land zu gehen, musste man vorher noch zum Fieber messen und das war wirklich witzig. Da wurde ein Thermoscangerät aufgestellt - sah aus wie eine Kamera - und man wanderte einfach an diesem Gerät vorbei - die spinnen echt die Japse.
Okinawa selber ist ziemlich unspannend. Da wir nur ein paar Stunden Zeit hatten und auf
eigene Faust unterwegs waren, haben wir uns darauf beschränkt die Hauptstraße rauf und
runter zu gehen.
Diese Hauptstraße bestand aus ziemlich vielen kitschigen Souvenirläden, das war dann genau das richtige für die Amis. Interessant war der Sake Laden: hier standen dicke bauchige Gläser mit Schnaps drin, aber das richtig interessante war, was am Boden dieser Gläser lag: da wand sich eine dicke fette leckere Schlange - völlig irre.
Sowohl in Taipeh als auch in Okinawa hatten wir schönes sonniges Wetter bei 25 Grad.
Jetzt sind wir auf dem Weg nach Shanghai und es wird merklich kühler.
Bis bald und liebe Grüße
von
Christina und Manfred
p.s Heute hätte es mit der Sektpyramide eventuell Probleme geben können, denn es schaukelt nicht schlecht.
Hongkong
22.03.2010 von Christina und Manfred
Samstag und Sonntag waren wir in Hongkong und diese Stadt ist einfach irre. Wir haben noch nie in
unserem Leben auf so kleinem Raum so viele Hochhäuser gesehen - und das sind fast alles Wohnhäuser.
Bei uns sind diese Trabantenstädte Problemviertel, hier ist es die Normalität - erinnert ziemlich
an Käfighaltung, die ist ja zum Glück bei uns verboten.
Unsere erste Station in Hongkong war ein sehr schöner Sandstrand, allerding haben wir auch noch nie
gesehen, dass direkt auf dem Strand Bäume wachsen.
Schön war die Bootsfahrt, die uns an einem schwimmenden Restaurant und an ganz viele Hausboote vorbei
führte. In diesen Hausbooten leben die Leute, die keine Lust auf die Käfighaltung haben - man kann es
voll verstehen.
Vom Victoria Peak hat man einen schönen Blick auf Hongkong, nur leider war es an diesem Tag doch sehr
diesig, aber immer noch schön warm, so ca. 25 Grad.
Am zweiten Tag sind wir dann in die neuen Territorien gefahren. Auch dort stand ein buddhistischer Tempel auf dem Programm. Hier konnten die Chinesen in einem Geschäft alle möglichen Dinge wie Handys, Uhren, Hemden
oder ähnliches, was ihre Verstorbenen gern hatten, kaufen - allerdings alles aus Papier.
Dies wurde dann eingewickelt, beschriftet und in einen Ofen geschmissen. Der Rauch hat die Sachen in den Himmel getragen.
Heute geht die Fahrt nach Taiwan, dort werden wir am Dienstag sein.
Es ist traumhaft schön, wir werden von Albatrossen und Delfinen begleitet und es gibt immer wieder etwas neues zu entdecken.
Allerdings wird es langsam kühler, heute hatten wir nur noch 18 Grad.
Viele Grüße
Christina und Manfred
Vietnam
19.03.2010 von Christina und Manfred
Am Mittwoch ging es sehr früh mit 2 Bussen nach Saigon. Die Fahrt dauerte 2 Stunden
und es das ein reine Chaos: massenweise Motorräder, die kreuz und quer hupend
durcheinander fuhren, aber es hat irgenwie immer funktioniert.
In Saigon haben wir uns den Wiedervereinigungspalast angesehen, nicht wirklich sehenswert, erinnerte ziemlich an die alten DDR Gebäude, wir hätten lieber noch weiter Verkehrschaos geguckt.
Auf dem Programm stand noch ein buddhistischer Tempel mit vielen Räucherstäbchen, der war sehr schön.
Sehr sehenswert war auch die Aufführung des Wasserpuppentheaters, die ist einmalig in Vietnam.
Durch das historische Museum wurden wir nur durchgejagt - unser Zeitplan war
ziemlich eng gesteckt und dadurch war das ganze sehr hektisch - wir wissen schon, warum
wir diesen Reisebus Tourismus nicht mögen.
Aber die Leute sind wirklich alle sehr nett und diszipliniert, das macht das Ganze auch
sehr interessant.
Die Temperaturen sind über 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit, aber wir wollten es ja nicht anders.
Zwischendurch gab es noch ein 9-gängiges vietnamesisches Mittagessen, sehr lecker.
Am Donnerstag waren wir in Nha Trang, einem vietnamesischen Touristenort mit ca 300.000 Einwohnern.
Auch hier haben wir einen buddhistischen Tempel mit einer riesen Buddha Statue gesehen, sehr beeindruckend.
Auf dem Programm stand noch ein uralter Hindutempel und der Besuch eines Marktes.
Hier ist uns unsere Reiseleiterin abhanden gekommen. Sie hatte sich schlicht und einfach verlaufen, als sie ein Ehepaar, das schlapp gemacht hatte und zum Schiff zurück wollte, zum Shuttle Bus begleitet hat.
Da unsere nächste Station der sehr schöne Strand von Nha Trang war, ist sie dorthin mit dem Taxi gefahren. Wie haben zwei Reiseleiterinnen, wobei die eine wirklich absolut super ist und die andere ein wenig schusselig - wir amüsieren uns köstlich.
Diesmal sind wir mit Tender Booten aufs Land gefahren worden, das klappte beim Ausschiffen prima.
Aber um wieder an Bord zu kommen, hat uns am Hafen fast der Schlag getroffen: irgendwie sind alle Busse wohl gleichzeitig am Hafen angekommen und dort stand eine riesen Menschenschlange, die wieder mit den Booten
zurück aufs Schiff wollten. Wir haben mit mindestens 2 Stunden in praller Sonne anstehen gerechnet, brauchten aber lediglich
eine halbe Stunde weil alles super perfekt organisiert war.
Heute morgen haben wir uns mal etwas besonders schönes gegönnt: ein Champagner Frühstück auf unserem Balkon - es war super.
Die Temperaturen sind auch nicht mehr ganz so hoch, wir haben nur noch so um die
28 Grad. Das Schiff fährt jetzt in Richtung Hongkong, dort bleiben wir 2 Tage.
Bis bald
Christina und Manfred
Captain's Gala und Singapur
16.03.2010 von Christina und Manfred
Sonntag Abend gab es die Captain's Chamoagne Waterfall Party: es war schick anziehen
angesagt. Eine riesen Pyramide aus 630 Sektschalen wurde im Atrium aufgebaut und die
besonderen Gäste (die, die schon mehrfach mit Princess gefahren sind) durften
Sekt über die Pyramide gießen. Der Kapitän hat anschließend eine Rede gehalten
und damit war die Party beendet.
Anschließend haben wir im Restaurant mit einem Paar aus Venezuela und einem aus
Manchester zusammen gegessen, das war sehr interessant und lustig. Hier
sind Gäste aus 41 verschiedenen Nationen vertreten - man kommt immer mal mit jemanden
ins Gespräch und das ist richtig klasse.
Am Montag waren wir in Singapur, gefühlte 40 Grad und sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
Wir hatten den ADAC Ausflug nicht gebucht und sind auf eigene Faust los, da wir
ja vor fünf Jahren schon mal in Singapur waren.
Das schöne Raffles Hotel haben wir uns angesehen und sind an der River Side entlang
marschiert. Außerdem haben wir es uns nicht nehmen lassen, mal beim Kieser vorbei
zu schauen. Da sieht es genauso aus wie bei uns und die Frau dort war
richtig begeistert, jemanden aus Deutschland dort anzutreffen.
Heute am Dienstag war wieder Seetag, da wird dann auf dem Schiff richtig viel
geboten. Für uns war wieder Wii Spielzeit, diesmal war Skispringen und Slalom
an der Reihe, genau das richtig bei diesen Temperaturen,
Morgen sind wir dann in Vietnam und werden weiter berichten.
Viele Grüße
Christina und Manfred
Bangkok und der erste Tag auf dem Schiff
14.03.2010 von Christina und Manfred
Endlich kommen wir dazu unseren ersten Bericht zu erstellen, denn eigentlich haben wir überhaupt keine Zeit.
Unser Flug war diesmal völlig problemlos, überhaupt nicht zickig und ganz pünktlich.
Auch auf dem Flughafen in Bangkok hat alles bestens geklappt - die ADAC Reiseleitung organisiert alles perfekt.
Leider ist gleich eine Frau am Flughafen gestürzt und hat sich einen Bruch an der Schulter zugezogen, für die war der Urlaub gleich am Anfang vorbei.
Das Hotel in Bangkok war super klasse, dort hätten wir es noch ein paar Tage länger ausgehalten. Und auch die Leute sind alle sehr nett und überhaupt nicht zickig - unsere Befürchtungen waren alle völlig unbegründet.
Bangkok an sich hat uns nicht so gefallen, sehr hektisch und zubetoniert, allerdings haben wir auch nicht sehr viel davon gesehen.
Hier fanden nämlich am Wochenede wieder Demonstrationen statt, deshalb ist unsere Stadtrundfahrt am Sonntag auch ausgefallen. Wir sind dafür ins Land gefahren und haben einen Höllentrip mit Booten auf einem Fluß gemacht, einen Tempel besichtigt und auf einem schwimmenden Markt waren wir.
Dies alles bei einer Bullenhitze.
Wir waren alle froh, als wir endlich um 16.30 Uhr auf unserem Schiffchen waren.
Es ist unbeschreiblich: unsere Kabine ist sehr geräumig und unser Balkon ist einfach klasse, wir haben unseren eigenen Steward. Auf diesem Schiff gibt es alles und obwohl hier 2 1/2 tausend Leute an Board sind, ist es trotzdem gemütlich.
Manfred hat heute gleich seine Massage bekommen und ich habe in der Zeit am Wii Fit Bowling Challenge teilgenommen: ich habe mit 7 Amerikanern Bowling an der Wii gespielt und das hat unglaublichen Spaß gemacht - die sind emotional wie kleine Kinder.
Zum Tanzkurs sind wir zu spät gekommen, die Tanzfläche war schon überfüllt, daher haben wir nur mal zugeschaut.
Man kann hier wirklich alles machen und wir sind gespannt, was noch so alles auf uns zu kommt.
Da das Internet doch sehr teuer ist, werden wir nicht jeden Tag berichten, dafür schreiben wir dann umso mehr.
Bis bald und viele Grüße
Christina und Manfred
Willkommen
18.02.2010 von Christina+Manfred
Willkommen zu unserem Reiseblog.
In diesem Jahr machen wir mal etwas ganz besonderes: eine Kreuzfahrt durch Asien mit der MS Diamond Princess.
Wir werden von unseren Stationen: Thailand, Singapur, Vietnam, Taiwan, Japan und China
berichten und hoffen, dass ihr wieder viele schöne Kommentare zu unseren Berichten schreibt.
Gestartet wird das ganze am 11.März 2010 und endet am 31.März 2010.
Viele Grüße
Christina und Manfred